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THE WALKING DEAD Band 1 - gute alte zeit

Time of the dead

Im ersten Band von The Walking Dead wird man knallhart in ein alternatives Amerika versetzt: Die Untoten erheben sich, marschieren und löschen alle bis dahin gekannte Zivilisation aus.

Das bisher gekannte Amerika existiert nicht mehr.
Man weiß nicht einmal mehr, ob es noch eine Regierung gibt.
Auch Europa soll es erreicht haben, doch da es kein Fernsehen, Internet und auch Radio mehr gibt, ist auch dies ungewiss.

In dieser Kulisse erwacht der Kleinstadtpolizist Rick Grimes aus einem mehrwöchigen Koma.
Auf der ersten Seite der Handlung erfährt man kurz aber informativ die Umstände, unter denen Rick in dieses Koma fiel: Auf Verbrecherjagd mit seinem Kumpel und Kollegen Shane wurde er angeschossen und fiel darauf in die Bewusstlosigkeit.
Danach versucht er sich im verlassenen Krankenhaus zurechtzufinden und wird von einer Horde Untoter überrascht.
Er weiß gar nicht wie ihm geschieht und kann nur Hals über Kopf fliehen. Aus diesem anfänglichen Schock entflieht er und versteht die Welt um sich herum nicht mehr - was war nur während seines Komas passiert? Doch es bleibt keine Zeit nachzudenken.
Rick bekommt einen zweiten, viel größeren Schock, als er durch seine kleine Heimatstadt wandert, auf dem Weg nach Hause: Seine Familie ist verschwunden!
Also macht er sich auf den Weg nach Atlanta um seine Frau und sein Kind, die dort bei Ricks Schwiegereltern Zuflucht suchen wollten, zu finden und zu retten.

Der erste Band von The Walking Dead bleibt mit vielen interessanten Wendungen bin zum Ende hin spannend.
So lässt Autor Robert Kirkman auch wichtige Protagonisten sterben, was der Geschichte keineswegs abträglich ist.
Im Gegenteil - alles wird dadurch spannender.
Auf den Ausflügen Ricks, um Nahrung zu beschaffen oder Feuerholz zu sammeln, hält man immer wieder den Atem an.
Hinter jeder Ecke könnte eines dieser Monster lauern, oder schlimmer: eine ganze Horde!
Dabei bemerkt man fast gar keine Übergange zwischen den Einzelheften, die hier in der deutschen Ausgabe zusammengefasst wurden.
Kirkman hat die die Materie auf eine neue Weise umgesetzt - es ist ihm gelungen in einem Subgenre, das eigentlich aus viel Blut und Schlachterei besteht, ein spannendes und gehaltvolles Werk zu schaffen. Nach eigener Aussage will er herausfinden, wie Menschen in solcherlei Extremsituationen, wie dem Verlust der kompletten Zivilisation, reagieren. Dabei verarbeitete er in den Charakteren hauptsächlich seine eigenen Reaktionen.
Der Band ist in gewohnter Cross Cult-Manier im A5-Format, sauber verarbeitet und Ansprechend im Design.
Als Extras hat der Comic ein Vorwort vom Autor selbst und zwei Interwievs mit Kirkman und Tony Moore, der dort noch alle Zeichnungen übernahm. So verrät Kirkman die wie ein The Walking Dead-Heft entsteht und wie er überhaupt auf die Idee gekommen ist, die Serie zu schreiben.
Ausserdem winkt der erste Teil des "Zombie-Guides", der einige Interessante Infos zu der Materie bietet.
So werden in dieser Ausgabe Zombie-Filme beschrieben, die meisten der Filme sind bereits zum Klassiker avanciert.
Eines hat mir jedoch nicht gefallen: Es gibt einige kleine Zufälle in der Geschichte die einfach nicht passen.

autor: Robert Kirkman
zeichner: Tony Moore, Charlie Adlard
comic-label: Image Comics (US), Cross Cult (Deutsch)
VÖ: 2006

7/10 >> Robert Schulze

18.3.07 15:00
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Milo (18.3.07 21:06)
Welche Zufälle haben dir denn nicht gefallen? Also die, die nicht gepasst haben. Das würde mich mal interessieren.

Die Story klingt ein wenig arg stark nach 28 Days Later, der ja auch eher ein "psychologischer" Zombiefilm war.


Dan (19.3.07 11:05)
stimmt...ich glaube Kirkman hat sich von Danny Bolye inspirieren lassen
wobei der Comic noch etwas epischer ausfallen wird, die Serie ist in den USA ja noch immer nicht beendet...

sollte eigentlich nicht dieses Jahr 28 WEEKS LATER in die Kinos kommen?


BoB (9.4.07 11:34)
Ja, kommt auch dieses Jahr. Und bei CC kommt 28 Days Later: Aftermath.
Einer der Zufälle, die mir nicht gefielen, war, dass Rick Grimes seine Familie gleich vor der Stadt fand unter etwa 20 Leute, so wie es aussieht die einzigen Überlebenden aus Atlanta.... Also das fand ich einen arg großen Zufall, dass gerade seine Familie überlebt hat... Ansonsten ganz coole Sache!

Euer BoB

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